Albers-Anwesen TUM Öffnung

PETITION


Rettung des Seeufer-Kleinods

für die Allgemeinheit!

DIE PETITION IST ENTSCHIEDEN!

Sie wurde am 27.04.2022 im Bayerischen Landtag mit einer kaum zu überbietenden machtpolitischen Geste eröffnet. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Josef Zellmeier (CSU) eröffnete die Sitzung mit dem Paukenschlag: „Die Petition ist abgelehnt!“ Die Petentinnen wurden nur zwei volle Arbeitstage vor diesem Termin eingeladen zur „Behandlung“ der Petition in „grundsätzlich öffentlicher Sitzung“.

Die Petition HA.0240.18 wurde also nicht-öffentlich in einer anderen Sitzung abgelehnt. Damit hat man den Petentinnen den Meinungsbildungsprozess und die authentische inhaltliche Auseinandersetzung mit ihrer aus Fachkreisen kommentiert „hervorragend begründeten Petition“ vorenthalten. Hat man die Petition überhaupt wirklich behandelt? Sowohl der Berichterstatter der CSU als auch der SPD haben die zehnseitige Petition jedenfalls nicht gelesen - dies ergibt sich aus ihren Telefonaten mit der Sprecherin der Petition und den Wortmeldungen in der Sitzung.

Aber was war dann überhaupt Gegenstand in den der dann folgenden fast 2 Stunden langen Sitzung?

Die Petentinnen durften lediglich der Debatte zur Änderung des TUM Nutzungskonzeptes beiwohnen.

Ergebnis: 98,86% (Versperrung durch TUM) : 1,14% (Öffnung für die Allgemeinheit an Sommersonntagen von 14-19 Uhr und 3 „Sommerfesttagen“). Das einzig Positive der Sitzung: Der Etikettenschwindel mit dem unerwünschten „Hans-Albers-Hansi-Burg-Park“ mit Kulturpfaden zum Nazionalsozialismus auf der Pferdewiese ist vom Tisch und bleibt uns Bürgern erspart.


Das wertvolle 12.600qm große Seegrundstück mit 180qm Villa und Bootshaus geht also nicht an die Allgemeinheit, sondern als Seminarstätte für ca. 20 Studierende an die TUM. Das Durchziehen der Causa Albers-Anwesen wird Dank der Petition als signifikantes Negativbeispiel freistaatlicher demokratiepolitischer Abläufe in den Archiven als Skandal bleiben: Die Albersgate-Affäre vom Starnberger See. So aber auch die harsche Kritik verschiedener Amtsträger an den Petentinnen, die ein verfassungsrechtliches Bürgerrecht (Petition) wahrgenommen haben und auch der Versuch, diese in der (dann natürlich) öffentlichen Sitzung zu diffamieren. Was an der am Vorabend der Sitzung eingehändigten Rede ließ den Ausschussvorsitzenden Zellmeier derart entgleisen und die anwesende Petentin Stefanie Knittl (Sprecherin Lucie Vorlíčková war erkrankt und hatte zudem Stimmverlust) bitten, deren gemeinsam verfasste Rede nicht vorzulesen und den Inhalt als  „unverfroren und populistisch“ zu bezeichnen? Aus dem Munde dieses Gremiums betrachten wir das Gesagte als Auszeichnung!


Zum Ausgang dieser „TUM-Sitzung“ veröffentlicht die anwesende Dr. Eiling-Hütig (CSU), Feldafinger Gemeinderätin und MdL eine wortgewandte Augenwischerei (Meldung): Durch die Änderung des TUM Konzept käme es zu „weitreichenden Zugangsmöglichkeiten für die Allgemeinheit“, „einen großen Mehrwert“ für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort und, nach Ergänzung des Ausschussvorsitzenden, zu einer „starke(n) Verbesserung gegenüber des aktuellen Zustands“. Unsere Meinung dazu:


„Wir können keine Verbesserung sehen. Der Etikettenschwindel „Pferdewiese“ heißt jetzt „Öffnung an Sommersonntagen“. Es bleibt doch bei der institutionellen Hauptnutzung durch die TUM: Das Anwesen wird nicht originär für die Allgemeinheit geöffnet! Die jetzt 98,86% (TUM) zu 1,14% (Allgemeinheit) beschlossene Mischnutzung ist offensichtlicher Käse aus Sicht eines jeden Hauptnutzers, ein Jammer für das nur Dank ehrenamtlicher Fürsorge inzwischen denkmalgeschützte Anwesen und bleibt ein Skandal aus Sicht des Steuerzahlers. Die Petition wäre eine gute Gelegenheit gewesen, Fehler zu erkennen und zu beheben. So steht es jedenfalls in der Petitionsbroschüre des Bayerischen Landtags.“

Hans-Albers-Anwesen in 82340 Feldafing/Garatshausen

Der Freistaat will das denkmalgeschützte Seegrundstück (12.600 qm) mit Wohnhaus (180 qm) und Bootshaus der TU München überlassen. Wir, zwei engagierte Tutzinger Bürgerinnen, bestehen aber auf die einstigen Beschlüsse im Landtag und die im Kaufvertag festgeschriebene öffentliche Nutzung des Geländes sowie auf das Bayerische Verfassungsgut – und haben im Landtag eine Petition für die Öffnung durch die Bayerische Schlösserverwaltung und gegen den Staatsbedarf eingereicht.

„An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern." Erich Kästner

Petitionsziel 1: Die Bürger haben ein gutes Recht auf die Öffnung des Anwesens!

In der notariellen Urkunde vom 20.4.1971 erklärt der Freistaat seinen Willen: Der Erwerb erfolgt für öffentliche Erholungszwecke – und zahlt keine Grunderwerbsteuer! 

Und: Bayerisches Verfassungsgut Art. 141 (3) – Verpflichtung die Zugänge zu Seen freizuhalten sowie Erholungsparks anzulegen.


Die Staatsregierung hat dem Präsidenten des Landtags die Öffnung versprochen!

„Der dem See zugelegene östliche Teil des Grundstücks zu rd. 12 600 qm, auf dem sich das Wohnhaus mit Schiff-und Badehütte befinden, wird nach den mit dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten getroffenen Absprachen der Allgemeinheit für Erholungszwecke überlassen.“  - Schriftliche Erklärung Staatsminister Dr. Ludwig Huber (ehem. CSU – Fraktionsvorsitzende) an den Präsidenten des Bayerischen Landtags vom 3.7.1975.

Hier finden Sie unsere Recherche weiterer Willenserklärungen der Staatsregierung: Chronologie ab 1975.


Zukunft des Anwesens

Die Bayerische Schlösserverwaltung kann es: Das Albers-Anwesen ortsschonend wachküssen. So wie 

das denkmalgeschützte  Künstlerhaus Gasteiger mit 21.000 qm Seegrundstück am Ammersee. Wir waren dort: Vorbildfunktion für das Albers-Anwesen.

 

Petitionsziel 2: Aber Staatsregierung meldet plötzlich Staatsbedarf an!

Die Technische Universität München soll am Seeufer Persönlichkeitsentwicklung von Elitestudenten fördern: „Um unsere jungen Menschen in der Bewusstseinsbildung hinsichtlich der Gefahren von Rassismus und Vorurteilen zu unterstützen und Zivilcourage zu fördern“ – Vizepräsident der TU München 

Wir meinen: Der Beschluss ist schon deshalb nicht umzusetzen, da das TUM-Konzept nicht der Klausel im Kaufvertrag entspricht. Zudem ist der Staatsbedarf konstruiert und das Konzept für das Anwesen unangemessen.

Albers-Petition veröffentlicht limitierten Sonderdruck.

Aufgrund der hohen Nachfrage ist hier das broschierte Buch als erweiterte  Auflage online erhältlich bei BoD Buchshop

31. März 22

13. März 22

14. Februar 22

13. Februar 22

04. Januar 22

Wir bitten alle Kommunalpolitiker ihre Verantwortung wahrzunehmen (5 Gründe dazu: hier) und sich gegen die institutionelle Versperrung des Anwesens aussprechen.

Albers-Petition ermöglicht limitierten Sonderdruck: Autorin Doris Fuchsberger stellt ihr Buch zur Villa in historischer Parklandschaft vor. Zweite Infosprechstunde der Petentinnen am 13.3.2022. 

Bericht über unsere Bürger-Petition

Der Vizepräsident der TU München äußert sich zum Nutzungskonzept in selbst überführender Weise.

Wir bekommen viel Applaus bei unserer ersten Infosprechstunde am Albers-Anwesen 

Dieser Artikel beleuchtet erstmals die komplexen politischen Aspekte im Streit um das Albers-Anwesen – hervorragend recherchiert!